10. Mitteldeutscher Schmerztag 2019

6.–7. Dezember 2019 | Dresden

10. Mitteldeutscher Schmerztag 2019

6.–7. Dezember 2019 | Dresden

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Grußworte

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zum zehnten Mal treffen wir uns in diesem Jahr zum Mitteldeutschen Schmerztag am 6. und 7. Dezember in Dresden, dem Tagungsort, an dem alles begann. Wir können zurückblicken auf eine Dekade, die Hausärzte und Schmerzmediziner näher zusammenrücken ließ, die Kommunikation miteinander optimierte und dadurch die  Behandlung von Schmerzpatienten verbesserte.

Mit jährlich 400 bis 600 Teilnehmern aus dem mitteldeutschen Raum und darüber hinaus etablierte sich der Schmerztag zu einer Plattform für den wissenschaftlichen und praktischen Austausch über Diagnostik und Therapie von Schmerzerkrankungen.
In Deutschland leiden 3 bis 4 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen. Deren Therapie sollte auf ihre individuelle Krankengeschichte abgestimmt sein. Eine medikamentöse Monotherapie ist dabei meist nicht der schmerzlindernde Weg. Therapeutische Beziehung, Übertragung von Eigenverantwortung, Partizipieren des  Patienten am therapeutischen Weg  und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit sind wesentliche Grundlagen für einen positiven Behandlungseffekt.

Welche weiteren Wege möglich sind, welche Innovationen der medikamentösen Therapie existieren und andere aktuelle Themen werden wir zu unserem diesjährigen Mitteldeutschen Schmerztag in Dresden vorstellen und diskutieren.
Fehlender ärztlicher schmerzmedizinischer Nachwuchs im ambulanten Bereich, Schwierigkeiten bei der Verordnung innovativer Schmerzmedikamente und andere Hürden sind täglich zu überwinden, dennoch sind wir zuversichtlich.

Wir sehen  positive Zeichen aus der Politik und aus Richtung  der Krankenkassen, dass die Arbeit der Schmerzmediziner und Psychotherapeuten zunehmend als obligater Bestandteil der Therapie chronisch schmerzkranker Patienten wahrgenommen wird.
Unsere aktuellen Themen Gesichtsschmerz, alternative Heilverfahren, Diskussionen zur Therapie mit Opiaten und neuen bzw. neu einsetzbaren Pharmaka  sowie klinische Untersuchungskurse versprechen interessante Erkenntnisse.

Zudem werden wir die Tragweite psychischer Erkrankungen und deren Einfluss auf den Schmerz in den Mittelpunkt rücken sowie Augenmerk auf die Rolle sozialmedizinischer Faktoren legen.
Unser Abschlussreferat widmet sich der Achtsamkeit. Dies auch mit Blick  auf uns Therapeuten. Nur wenn wir achtsam mit uns selbst umgehen, können wir anderen Gutes tun.

Wir möchten Sie als ärztliche Kollegen verschiedener Fachdisziplinen ebenso ansprechen wie  Zahnmediziner, Psychotherapeuten, Apotheker, Physiotherapeuten, Medizinische Fachangestellte und Kollegen des nichtärztlichen pflegerischen Bereiches und Sie herzlich einladen.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Dresden und auf weitere zehn Jahre gemeinsam gegen den Schmerz.

Herzlich grüßen
Ihre
Schmerztherapeutischen Fachverbände und Vereine Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

sehr geehrte Tagungsteilnehmer,

als Präsident der Sächsischen Landesärztekammer begrüße ich Sie ganz herzlich zum 10. Mitteldeutschen Schmerztag, einer interdisziplinären Tagung, die von den schmerztherapeutischen Fachverbänden und Vereinen Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens durchgeführt wird. Diese Tagung dient seit ihrem Bestehen der Verbesserung der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Allgemeinmedizinern und speziell schmerztherapeutisch geschultem Personal, sei es aus dem ärztlichen oder dem nicht-ärztlichen Bereich.

Insbesondere die Behandlung von chronischen Schmerzpatienten, bei denen der Schmerz seine Leit- und Warnfunktion verloren hat und einen eigenständigen Krankheitswert erlangt hat, erfordert einen multimodalen und interdisziplinären Therapieansatz, bei dem neben der Pharmakotherapie, insbesondere Verfahren der Physikalischen und Manuellen Medizin,

spezielle konservativ orthopädische Untersuchungsmethoden sowie die Psychoedukation und Verhaltenstherapie einen festen Platz innehaben.

Andere Methoden, wie Verfahren der Komplementärmedizin oder auch die Verordnung von Cannaboiden, die im Rahmen der Tagung angesprochen werden, müssen ihren Stellenwert in der Schmerztherapie erst beweisen. Hierzu sind große hochwertige Studien erforderlich, um sichere Aussagen zum Nutzen, zum Schaden und den Kosten, insbesondere gegenüber alternativen Behandlungsmethoden, treffen zu können.

Ich wünsche der Tagung einen interessanten Verlauf und einen intensiven interkollegialen Erfahrungsaustausch.

Erik Bodendieck
Präsident der Sächsischen Landesärztekammer

Sehr geehrte Tagungsteilnehmer/innen,

unter Krankheit versteht man einen regelwidrigen körperlichen oder geistigen Zustand, dessen Eintritt – Beginn des Versicherungsfalls – die Notwendigkeit einer Heilbehandlung des Versicherten zur Folge hat. Der Begriff der Krankheit im Sinne der Krankenversicherung lässt die medizinische Krankheitsursache in den Hintergrund treten und legt das Schwergewicht

auf die Notwendigkeit einer Heilbehandlung. Für den Zustand „Schmerz“ gilt dies in ganz besonderem Maße, denn hier geht es vorderhand darum, den Schmerz schnell und nach Möglichkeit wirkungsvoll zu lindern. Ein umfangreicher „Instrumentenkasten“, d. h., die Verfügbarkeit eines Portfolios an Therapieansätzen bietet die beste Gewähr dafür, dass die Pein des Patienten gemildert wird. Der Mitteldeutsche Schmerztag mit seiner diesjährig besonders ausgeprägten thematischen Vielfalt wird insofern ganz sicher zu einer Verbreiterung der Front gegen den Schmerz führen.

Dr. med. Klaus Heckemann
FA für Allgemeinmedizin
Vorstandsvorsitzender der Kassenärztliche Vereinigung Sachsen

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Besucher des mitteldeutschen Schmerztags,

ganz herzlich möchte ich Sie von Seiten der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin grüßen und Ihnen und Ihrem Kongress ein gutes Gelingen, viele gute Begegnungen, Informationsaustausch und Erkenntnisgewinn in vielen guten Veranstaltungen wünschen. Ganz herzlich möchte ich mich bedanken für die Kooperation mit der DGS als Versorger - Gesellschaft,

die ebenso wie Sie an stetiger Fortbildung und einer Verbesserung der flächendeckenden und abgestuften Versorgung unserer Patienten mit chronischem Schmerz interessiert ist.

Fortbildungen sind keine l‘ art pour l‘art, sondern müssen sich daran messen lassen, was im konkreten Patientenbezug umsetzbar ist. Eine konkrete Anwendung von Wissen setzt deshalb auch einen tragfähigen Dialog zwischen Arzt, Ärzten verschiedener Disziplinen, allen beteiligten Berufsgruppen und natürlich auch Patienten voraus. Diese Patientennähe, für die die DGS einsteht, entdecke ich auch in Ihrer Programmgestaltung. Deshalb wünsche ich Ihrer Tagung viel Erfolg in der Gemeinsamkeit, mit herzlichen Grüßen

Dr. Johannes Horlemann
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.